Der Begriff Derivat in der Wirtschaft
Derivate sind Finanzinstrumente, dass heißt es bestehen zwischen mindestens zwei Personen vertraglich festgelegte Verpflichtungen, die den Austausch von Zahlungsmitteln oder dem An- oder Verkauf von Vertragsgegenständen in der Zukunft beinhalten. Der zu bezahlende Betrag ist dabei abhängig von zukünftigen Börsenkursen, Referenzgrößen wie dem Leitzins oder Preisentwicklungen bestimmter Güter, wie z. B. Gold. Der erste Handel mit Derivaten fand bereits in Mesopotamien statt, 2000 Jahre vor der Geburt Christi.
Die Unterteilung wirtschaftlicher Derivate
Zum einen kann man Derivate in Swaps und Termingeschäfte einteilen. Ersteres sind Vereinbarungen zwischen zwei Parteien, über den Austausch von Zahlungsströmen. Termingeschäfte wiederum kann man in bedingte und unbedingte unterteilen. Bei letzterem sind beide Vertragspartner verpflichtet, der Vertragspflicht zum vereinbarten Zeitpunkt nachzukommen. Bei bedingten Termingeschäften, auch Optionen genannt, kann eine der Vertragsparteien entscheiden, ob sie zu den vorher festgelegten Bedingungen das Geschäft vollzieht oder nicht. Zusätzlich zu dieser Einteilung unterscheidet man noch zwischen Börsengeschäften und außerbörslichen Tauschgeschäften. Für die meisten am leichtesten nachzuvollziehen, sind die Unterteilungen nach dem Basiswert, der die zukünftige Zahlung beeinflusst. Man unterscheidet zwischen zins-, währungs-,sowie aktienbezogenen und sonstigen Geschäften.
Der Nutzen von Derivaten
Man nutzt Derivate vor allem für drei Dinge: zur Absicherung, Spekulation und Arbitrage, dem Ausnutzen von Preisunterschieden für ein Gut (von den meisten schlicht als Ersparnis bezeichnet). Viele Produzenten nutzen Derivate, um sich vor Schwankungen in der Produktion zu schützen. So kann man sichergehen, dass eine geringe Ernte nicht gleich das Ende des Unternehmens bedeutet. Näheres dazu kann man unter Wetterderivate nachlesen.